Als ich vor über zwanzig Jahren Shiatsu entdeckte, hatte ich sofort das Gefühl, das gefunden zu haben, wonach ich schon so lange suchte. Es fühlte sich an, als würde ein sehr altes Wissen, welches seit unendlich langer Zeit in mir schlummerte, wieder zum Vorschein kommen.

Shiatsu lehrt mich, durch Berührung und Begegnung mehr über das Leben zu erfahren. Wenn wir mit Shiatsu arbeiten, berühren wir das Ki, die Lebensenergie. Diesen Lebensstrom auch bei anderen zu erspüren, teilhaben zu dürfen an diesem wunderbaren Ganzen, erfüllt mich noch immer mit großer Freude und Respekt.

Shiatsu ist für mich ein Weg der achtsamen Berührungskunst.

Während der Shiatsu-Sitzung entsteht ein eigener Raum, in dem sowohl die Behandlerin als auch die KlientIn in eine Kommunikation der Berührung ohne Worte treten. In diesem Raum hat die KlientIn die Möglichkeit, nur sich selbst zu begegnen.

Als Praktikerin unterstütze ich sie darin, in ihre Kraft zu kommen, sodass sie ihre Energie-Kanäle wieder dort zusammenführen kann, wo sie unterbrochen sind.

Shiatsu ist ein Weg der Ausgleichung, ein Weg zu sich selbst. Es schenkt uns eine Pause, in der wir uns schöpferisch ausruhen und in einen Zustand tiefer Entspannung und tiefen Frieden kommen können.

Diesen Weg zu gehen lohnt sich vom Beginn der Zeugung an, findet in jeder Lebensphase seine Entsprechung und sorgt bis ins hohe Alter dafür, dass wir Berührung erfahren und Geborgenheit.

Es ist in erster Linie der Tastsinn, der es uns ermöglicht vom ersten bis zu letzten Lebensmoment an zu lernen und in Verbindung mit der Welt zu treten. Shiatsu bietet hier eine wunderbare Möglichkeit, ihn zu pflegen und zu aktivieren.