Als Yin-Energie wird die nährende Energie bezeichnet, ihre Bewegungsrichtung verläuft von der Erde in den Himmel.

Als Yang-Energie bezeichnen wir die Energie, die eine verteilende Ausrichtung hat; sie verläuft vom Himmel in die Erde.

Ein ausgeprägter Yin-Zustand wäre der Tiefschlaf. Wohnte diesem Tiefschlaf nicht auch ein gewisses Quantum an Yang inne, würden wir nicht daraus erwachen können.

Umgekehrt kann man in einem Zustand höchster Aktivität von einer Yang-Dominanz sprechen. Ohne ausgleichendes Yin würde der betroffene Mensch irgendwann ausgebrannt zusammenbrechen. Oft wird Yin auch als passiv, Yang dagegen als aktiv beschrieben.

Da diese Zuschreibungen in unserer Kultur einer starken negativ/ positiv-Bewertung unterliegen, sind sie nicht sehr geeignet, um Yin und Yang zu erklären. Aber, ich denke, man kann sich vorstellen, dass es keinen reinen Yin- und keinen reinen Yang-Zustand gibt. Das stärkste und dichteste Yang birgt in sich schon das Yin, und umgekehrt.

Beide Zustände bedingen sich gegenseitig. Das eine existiert nicht ohne das andere.